Aviation History of Switzerland


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Emmen / LU

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Militärflugplatz
Emmen / LU
Trainings- und Ausweichflugplatz der Luftwaffe

Flughafen

Militärflugplatz Emmen / LU

Kontaktadresse:



Luftwaffe
Flugplatzkommando Emmen
Rüeggisingerstrasse 165
6032 Emmen

Tel: +41 58 461 31 11

ICAO-Code

ICAO-Code: LSME
IATA-Code: EML

Koordinaten

47° 5' 32" N
8° 18' 16" 426 m ü. MSL

Basisdaten

 

Eröffnung

1939

Betreiber

Schweizer Luftwaffe

Beschäftigte

1400

Flugbewegungen

12500 (2010)

Direktion der Piste

 

Start- und Landebahnenhnen

04/22
3000 m × 40 m Asphalt

Aktuell

Flugplatzkomando

FLUGPLATZKOMMANDO EMMEN ..... (Flpl Kdo 7).

Flugplatzkomando

LT Staffel 7

Geschichte

Lufttransport Staffel 7
Gehört zu: Flugplatz Kommando 7 (Flpl Kdo 7)
Flugzeuge: PC-6/B2-H2M Turbo-Porter

Flugplatzkomando

Zielflug-Staffel 12

Geschichte

Die Zielflugstaffel 12 (ehemals Fliegerstaffel 12)

ist eine mit Northrop F-5E Kampfflugzeugen und Pilatus PC-9 Trainingsflugzeugen ausgerüstete Miliz Fliegerstaffel der Schweizer Luftwaffe und gehört zum Flugplatzkommando 7

Drohnen Kommando 84

Drohnenstaffel 7

Dro Kdo 84
Kdt Dro St 7
Postfach 1247
CH-6021 Emmenbrücke

+41 58 467 29 02

Die Drohnenstaffel 7 (Dro St 7)
ist eine eigenständiger Milizverband und dem
Drohnen Kommando 84 (Dro Kdo 84) unterstellt.
Zusammensetzung:

  • Kommandanten (Kdt), seinem Stv
  • Payload Operator (PO),
  • Piloten (Pil),
  • Auswerteoffizier Luftaufklärung (Aw Of LA),
  • Drohnen Schiesskommandant (Dro SKdt),
  • Einsatzoffizier (Ei Of)
  • Nachrichtenoffizier (Nof).

Geschichte

Militärflugplatz Emmen

Der Militärflugplatz Emmen (IATA: EML, ICAO: LSME) ist ein Militärflugplatz in Emmen im Kanton Luzern.

Inhaltsverzeichnis
1 Flugbetrieb
2 Geschichte
3 Nutzungskonflikte
4 Zukunft

Flugbetrieb

Der Flugplatz Emmen dient vornehmlich der militärischen Nutzung und wird von der Schweizer Luftwaffe betrieben. Diese bezeichnet ihn als Trainings- und Ausweichflugplatz für Jet- und Propellerflugzeuge sowie des ADS-95-Aufklärungssystems. Vor allem Zielschleppflüge mit PC-9 und EKF-Radarstörflüge mit PC-9 und F-5F mit dem VISTA5-Störsender finden ab Emmen statt. Die an beiden Pistenenden vorhandene Fangseilanlage, für F/A-18 und F-5, sind bündig in der Piste versenkbar damit sie kein Hindernis für Kleinflugzeuge darstellen. Das bedeutet, dass in Emmen keine Jetstaffel stationiert ist, der Flugplatz aber trotzdem als Trainings- und Ausweichort benutzt wird. Weiter dient der Flugplatz den folgenden militärischen Nutzungen:

  • Standort der Kunstflugstaffel Patrouille Suisse
  • Pilotenschulung der Luftwaffe
  • Standort von Zielflug- und Transportstaffeln
  • Schulung und Kurse mit Aufklärungsdrohnen
  • Trainingszentrum für Simulatoren mit Super Puma, Eurocopter EC 635 und Pilatus PC-21
  • Werkflüge der RUAG Aviation im Auftrag der Luftwaffe
  • Test- und Erprobungsflüge der Armasuisse


2010 wurden insgesamt 12'576 Flugbewegungen registriert [5], davon waren 2'942 Jetbewegungen.

Nebst der militärischen Nutzung wird der Flugplatz auch in geringem Umfang zivil genutzt. Dabei verwaltet die RUAG Aviation ein Kontingent von insgesamt 1'000 Flugbewegungen pro Jahr für die zivile Nutzung. Nebst der RUAG können von diesem Kontingent auch die Wirtschaftsförderung Emmen sowie die Gemeinde Emmen Anteile beanspruchen. Emmen ist auch die Heimatbasis der drei Armasuisse-Flugzeuge: Pilatus PC-12 HB-FOG, Pilatus PC-6 HB-FCF und der DA42 R-711.

In der sommerlichen Flugpause finden ausnahmsweise von Privaten organisierte, zivile Grossanlässe statt.

Geschichte

Nach mehreren Vorprojekten in den 1920er Jahren durch den Bund und die Stadt Luzern beschloss 1938 die Gemeindeversammlung von Emmen einen Beitrag von CHF 200'000 zum Bau des Flugplatzes. Per Bundesratsbeschluss wurde das Eidgenössische Militärdepartement beauftragt, in Emmen einen Militärflugplatz aufzubauen. Nach dem Bau des Flugplatzes erfolgte am 7. Juli 1939 die erste Landung. 1940 wurde eine 600 m lange Hartbelag- und eine 600 m lange Querpiste erstellt. 1942 verlängerte man die Hartbelagpiste auf 700 m, 1946 auf 1'100m.

1949 wurde der Bund zum Bau der neuen Rüeggisingerstrasse verpflichtet. 1951 folgte Verlängerung der Piste in südöstliche Richtung auf insgesamt 1500 m. 1957 begann der Bau der Pistenverlängerung auf beide Seiten hin auf insgesamt auf 2500 m, wodurch die neu erstellte Rüeggsingerstrasse erneut verlegt werden musste.

Auf dem Flugplatz Emmen startet das erste in der Schweiz gebaute Düsenflugzeug, die N-20.2 Arbalète, die heue im Verkehrshaus Luzern ausgestellt ist. Nachdem das Projekt Eidgenössisches Flugzeugwerk N-20 beendet wurde, konnte der in Emmen gebaute N-20.10 Aiguillon, dem ein Erstflug verweigert wurde, nur einige Rollversuche auf der Piste von Emmen durchführen. Der N-20.10 Aiguillon ist heute im Flieger-Flab-Museum in Dübendorf ausgestellt.

1965 konnte mit der Gemeinde Emmen eine Einigung über Massnahmen zur Vermeidung von übermässigem Fluglärm erzielt und in einem 13-Punkteprogramm konkretisiert werden.

Nutzungskonflikte

Der Flughafen Emmen liegt inmitten der Agglomeration Luzern mit ihren rund 200'000 Einwohnern. Die Lärmemissionen des Flugbetriebs und insbesondere die besonders lärmintensiven militärischen Jetflüge beeinträchtigen daher grosse Bevölkerungsgruppen. Zudem gab es immer wieder Bestrebungen, den Flughafen vermehrt zu einem zivilen Regionalflughafen auszubauen. Gegen die Lärmimmissionen besteht in der lokalen Bevölkerung Widerstand, welcher sich im Schutzverband der Bevölkerung um den Flugplatz Emmen organisiert.

Um den Anliegen Rechnung zu tragen, beschränkt die Luftwaffe die Flugzeiten auf Montag bis Freitag von 8 bis 12 und von 13 bis 17 Uhr. Im Sommer wird der Flugbetrieb in der Regel für drei bis vier Wochen eingestellt.[9] Der Schutzverband reichte im Sommer 2012 eine Petition mit 5'749 Unterschriften an den Bundesrat für eine sechswöchige Sommerflugspause und eine Begrenzung des Kampfjetlärms ein


Zukunft

Der Militärflugplatz Emmen bleibt auch weiterhin wichtig für die Schweizer Luftwaffe, besonders da mit der Aufgabe des militärischen Jetflugbetrieb in Sion ab 2016 nur noch Meiringen und Payerne als Jetflugplätze nebst Emmen verbleiben. Auch die RUAG und die Pilatuswerke sind für den Export ihrer Güter ausserhalb Europas auf Emmen angewiesen. Dennoch bleibt fraglich wie weit die Luftwaffe Emmen nach der Ausmusterung der F-5 Tiger, der Ausmusterung der Pilatus PC-9 sowie dem Wechsel von 24 Stück ADS 95 auf 5–7 Elbit Hermes 900 wirtschaftlich betreiben kann. Es war vorgesehen von 2016 bis 2020 eine Staffel gemieteter Gripen C/D ab Emmen zu betreiben. Diese Planung wurde mit der Volksabstimmung gegen den Kauf von 22 Gripen E hinfällig.


Wikipedia

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Emmen

1924 Stadtrat Luzern setzt sich für Schaffung eines Zivilflugplatzes ein
1930 Nach Prüfung verschiedener Standorte entscheidet man sich für das Emmenfeld
1935 Entscheid Stadtrat Luzern: Flugfeld nur in Verbindung mit Militärflugplatz
1937 Die Stimmbürger der Gemeinde Emmen beschliessen mit 87% Ja-Stimmen die Schaffung eines Militärflugplatzes auf Gemeindegebiet
1938 Bau erste Flugzeughalle und 600 m lange Piste
1939 Erste Landung auf dem Flugfeld Emmen
1940 /41 Erstellung von zwei weiteren Hallen, der Flab-Kaserne und eines Montagegebäudes;
1941/42 Bau einer 600 m langen Querpiste und der vierten Flugzeughalle, Einbau Hartbelag in Hauptpiste und Verlängerungauf 700 m
1942 Beschluss des Bundesrates, die Flugzeugproduktion von der Eidg. Konstruktionswerkstätte in Thun nach Emmen zu verlegen und das Eidg. Flugzeugwerk zu schaffen
1946 Verlängerung der Piste auf 1100 m
1948 Bau Peilhaus, Betriebswache und Kontrollturm
1951 Bau Halle 4 und Verlängerung der Piste auf 1500 m
1955 Errichtung Funk-Elektrowerkstatt
1956 Bau Pilotenunterkunft (Fliegerdörfli)
1957 Bau Nachtflugbeleuchtung, Verlängerung der Piste auf 2500 m
1960 Neubau Kontrollturm
1961 Neubau Lagerhalle
1964 Neubau Flablenkwaffen-Basiswerkstatt
1974 Bau Fahrzeuggarage und Inbetriebnahme Quadradar
1983 Bau Tankanlage
1991 Turmsanierung und Einbau des Flugplatz-Luftraum-Überwachungs-Radar (FLUR) in den Kommandoposten
1992 Inbetriebnahme des Instrumenten-Landungssystems (ILS)
1993 Neu-/Umbau Lehrtrakt für Piloten, Flugsimulatoren- und Staffelgebäude sowie Bürotrakt
1999 Umbau Flugzeughalle 3, Weiterverwendung für ADS 95; Bau neue Flugzeughalle 6; Inbetriebnahme ADS 95-Start- und
Landepiste
2000 Umbau Kabelfanganlage KAFA

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