Aviation History of Switzerland


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Flughafen Zürich - Kloten
Geschichte

Flughafen Zürich

 

Kontaktadresse:





Flughafen Zürich
8058 Zürich-Flughafen


Tel: 043 816 22 11

www.flughafen-zuerich.ch

ICAO-Code

ICAO-Code
LSZH

IATA-Code
ZRH

Koordinaten

47° 27' 30? N,
8° 32' 53? O

432 m ü. MSL

Basisdaten

 

Eröffnung

14. Juni 1948 (Piste 10/28)
8. April 1953 (Flughof)

Betreiber

Flughafen Zürich AG

Beschäftigte

24000

Grösse

880 ha

Flugbewegungen

 

Start- und Landebahnenhnen

10/28
2500 m × 60 m Beton

14/32
3300 m × 60 m Beton/Asphalt

16/34
3700 m × 60 m Beton

Geschichte

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Vorgeschichte und Projektierung

Im Raum Zürich entwickelte sich ab 1909 auf dem Flugplatz Dübendorf-Wangen, nordöstlich der Stadt, ein gemischter ziviler und militärischer Flugbetrieb. Der Flugplatz war ab 1919 Heimat der Swissair-Vorgängerin Ad Astra Aero, wie auch ab 1932 der Swissair selber. Aus militärstrategischen Überlegungen kündigte der Bund, als Alleineigentümer des Flugplatzareals, 1939 dem Kanton Zürich vorsorglich die gemeinsame Nutzung. Der Zürcher Regierungsrat gab im April 1943 eine Studie in Auftrag, die mögliche Standorte für den Bau eines kantonalen Grossflughafens prüfen sollte. Der Bericht sprach gegen die zuvor diskutierten Ausbauvarianten auf dem Militärflugplatz Dübendorf und empfahl den Bau eines getrennten Zivilflugplatzes im Moorgebiet des Waffenplatzes zwischen Kloten und Oberglatt.

Als Generalunternehmer für den Bau des Flugplatzes war Locher & Cie beauftragt worden, die dem Regierungsrat Ende 1943 «Projekt I» vorgelegt hatte, welches aufgrund der Kosten zur Überarbeitung zurückgewiesen wurde. Da das zukünftige Flugplatz-Areal Teil des Artillerie-Waffenplatzes Kloten-Bülach war, nahm der Kanton Verhandlungen mit dem Bund auf, mit dem Ziel das notwendige Areal zu übernehmen. Das im Mai 1945 vorgelegte «Projekt IV», das auf den Ende 1944 erstmals festgelegten ICAO-Normen basierte, fand Zuspruch beim Regierungsrat und wurde beiden Kammern des Bundesparlaments vorgelegt. Diese verabschiedeten den «Bundesbeschluss über den Ausbau der Zivilflugplätze» vom 22. Juni 1945, der die Bundesbeiträge für vier kontinentale Flugplätze festlegte und den Zusatzausbau von Zürich-Kloten zum interkontinentalen Flugplatz bestätigte. Das Parlament gab dabei dem Zürcher Projekt den Vorzug vor dem ebenfalls geplanten Schweizerischen Zentralflughafen Utzenstorf. Ende Dezember 1945 wurde der Verkauf des Flugplatzareals abgeschlossen, das Militärdepartement (EMD) verkaufte dem Kanton Zürich 655 Hektaren des Waffenplatzes für rund 10 Mio. Franken und verlangte keinen Realersatz, wofür der Kanton im Gegenzug ersatzlos auf die bestehenden Anlagen des Zivilflugplatzes Dübendorf im Wert von 4,5 Mio. Franken verzichtete.

Erste Bauetappe: Tiefbauten

Am 5. Mai 1946 bewilligten die kantonalen Stimmbürger den Baukredit von 36,8 Mio. Franken für «Projekt IV», welches allerdings nie zur Ausführung kam. Bereits Ende 1945 wurden die Flugplatz-Normen durch die ICAO überarbeitet, was sich in den folgenden Monaten mehrfach wiederholte. Im Juli 1946 wurden die Bauarbeiten am neu festgelegten «Projekt V» begonnen, wobei man sich auf eine etappierte Ausführung verständigte, um in der Lage zu sein, auf weitere Änderungen der ICAO-Normen zu reagieren ohne einen kompletten Baustopp verhängen zu müssen. Verwirklicht wurde schliesslich das Ende 1947 endgültig festgelegte «Projekt VII». Damit wurde innerhalb von knapp drei Jahren aus einem geplanten reinen Rasenflugplatz mit Vierpistensystem ohne Rollwege, konkret ein reiner Pistenflugplatz mit Dreipistensystem und befestigten Rollwegen.

Am 14. Juni 1948 konnte die 1900 Meter lange Westpiste 10/28 in Betrieb genommen werden, auf der als erste Maschine eine Douglas DC-4 der Swissair aufsetzte. Regierungsrat Jakob Kägi hielt, im Namen des Kantons Zürich als Flugplatzeigentümer, eine Ansprache zur Einweihung der neuen Piste und der Aufnahme des provisorischen Flugbetriebs. Bereits am 17. November 1948 erfolgte die Inbetriebnahme der 2600 Meter langen Blindlandepiste 16/34 (Piste mit Instrumentenlandesystem), zu welcher der siebenköpfige Regierungsrat vollzählig erschien. Im Beisein von 150 geladenen Gästen aus Politik und Medien, sowie Vertretern der Bauunternehmen und Fluggesellschaften, wurde der neue Flugplatz eingeweiht, womit der Umzug des gesamten zivilen Flugbetriebs von Dübendorf nach Kloten bereits vollzogen war und der Vollbetrieb auf dem neuen Zürcher Flugplatz aufgenommen wurde.

Wenig Bedeutung hatte die 1535 Meter lange Bisenpiste 02/20, die zum Zürcher Dreipistensystem von 1948 gehörte. Aufgrund der dazumal geltenden Seitenwind-Normen wurde die gegen die Bise ausgerichtete Piste 02 projektiert, um die Allwettertauglichkeit des Flughafens zu gewährleisten. Die ICAO erhöhte in folgenden Revisionen ihrer Normen die Seitenwind-Toleranzen für Flugzeuge allerdings so weit, dass die Piste bereits nach gut zehn Jahren ausser Betrieb gesetzt wurde.

Erste Bauetappe: Hochbauten

Den Charakter eines Provisoriums unterstützte – trotz Vollbetrieb – das Fehlen geplanter Hochbauten, insbesondere des seit 1946 projektierten «Flughofs». Stattdessen stand östlich des reservierten Bauplatzes ein wachsendes «Barackendorf», welches zuletzt stattliche 40 Baracken umfasste.

Vom Kanton wurde die Entwicklung, Erstellung und der Betrieb der Hochbauten am 27. Oktober 1948 in die neu gegründete Flughafen-Immobilien-Gesellschaft (FIG) ausgelagert, eine gemischtwirtschaftliche Aktiengesellschaft mit dem Kanton Zürich und der Stadt Zürich als Hauptaktionären. Diese übernahm begonnene Projekte und konnte so der Swissair bereits am 17. November 1948 die fertiggestellte Werft I zur Nutzung übergeben, gefolgt von Büros für die technischen Abteilungen der Swissair, womit diese Dübendorf bis Ende April 1949 endgültig verlassen konnten. Weitere Werkstätten, der markante Bogenhangar und die Heizzentrale I für die Wärmeversorgung wurden bis Ende 1949 fertiggestellt.

Basierend auf «Projekt V» wurde der Flughof bereits Mitte 1946 als konvexer Bau am Flughafenkopf festgelegt und ein Bauprojekt durch den Kanton in Auftrag gegeben. In den folgenden vier Jahren wurden insgesamt 24 baureife Ausführungsprojekte für den Flughof erstellt, ehe die FIG am 21. November 1950 den Bau des Flughofs nach Plänen von Alfred und Heinrich Oeschger in Auftrag gab. Anfang 1951 wurde mit Pfählungsarbeiten für den Flughof begonnen; die Bauarbeiten konnten nach gut zwei Jahren Bauzeit abgeschlossen werden. Am 8. April 1953 war der Flughof bezugsbereit, womit der Betrieb vom Barackendorf ins neue Passagierterminal verlegt werden konnte.

Fünf Jahre nach Einweihung des Flugplatzes wurde die Inbetriebnahme des Flughofs als Anlass für eine weitere Eröffnungsfeier genommen. Die dreitägige Feier vom 29. August bis zum 31. August 1953 richtete sich insbesondere auch an die Bevölkerung. Die Swissair und weitere namhafte Fluggesellschaften präsentierten ihre Flugzeuge, oder boten Sonderflüge an. Den Höhepunkt des Festes bildete die grosse Flugschau am 31. August, welche die Besucherzahlen der anderen beiden Tage deutlich übertraf. Mehrere zehntausend Besucher – Schätzungen des Tages-Anzeigers von damals gehen von 150'000 bis 250'000 Besuchern aus – wohnten den Darbietungen bei und nahmen hierfür die Terrassen des Flughofs, den Flugsteig, die Wiese zwischen Flugsteig und Westpiste oder den Holberg in Beschlag.

Erste Betriebsjahre

Für Betrieb und Verwaltung des Zivilflugplatzes Dübendorf war die Flugplatzgenossenschaft Zürich (FG) zuständig, deren Rechtsnachfolgerin die im Oktober 1948 gegründete Flughafen-Immobilien-Gesellschaft (FIG) wurde. Zum ersten Chef der neuen, vierzigköpfigen Flughafenverwaltung wurde William Bethge berufen, der bei der FG bereits seit 1929 als Zivilluftfahrtsdirektor tätig war.

Nicht unerwartet waren die Baukosten deutlich überschritten worden; es wurden mehrere Meter Hochmoor abgetragen und mit Material vom Holberg aufgeschüttet und auch die Betonfläche hatte von zwischenzeitlich projektierten 420'000 m² auf gut 611'000 m² zugenommen. Die 1945 auf 59,5 Mio. Franken veranschlagten Kosten für «Projekt IV», beliefen sich bei der Fertigstellung der Tiefbauten gemäss «Projekt VII» (ICAO-Ausbaustand B1) im Juli 1949 auf 112,5 Mio. Franken. Die politische Aufarbeitung in den beiden Parlamentskammern wurde mit dem «Bundesbeschluss über die Leistung zusätzlicher Bundesbeiträge an den Bau des Flughafens Zürich-Kloten» vom 29. September 1949 abgeschlossen. Im Kanton Zürich wurde die Nachfinanzierung von den Stimmbürgern am 7. Mai 1950 mit 55,45% der Stimmen bewilligt

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Karte: Eröffnung Interkontinentaler Flughafen Zürich 29/30. August 1953 (Hans Falk, SWB - J. C. Müller AG, Zürich 8)

Kontinuierlich wurde weiter in die Infrastruktur des Flughafens investiert. Am 7. Dezember 1953 wurde zusätzlich zum Instrumentenlandesystem (ILS CAT I) für Anflüge auf Piste 16, ein Präzisionsanflugradar (PAR) in Betrieb genommen. Die Motorenwerkstätte im Werftareal wurde am 1. Mai 1954 der Swissair zur Nutzung übergeben. Die vom Bund mit der Flugsicherung am Flughafen beauftragte Radio Schweiz AG konnte am 6. Dezember 1954 ihr erstes Rundsicht-Radar auf dem Klotener Holberg in Betrieb nehmen.

Das Passagieraufkommen am Flughafen stieg spürbar, als 1952 auf Langstreckenflügen die Touristenklasse eingeführt wurde. Das «Jet-Zeitalter» kündigte sich erst zögerlich an, da ab 1953 eine Unfallserie des weltweit ersten Strahlverkehrsflugzeug, der de Havilland DH 106 «Comet», zu starken Vorbehalten bei den Fluggesellschaften führte. Der Entscheid der Swissair zwei Exemplare der Douglas DC-8-32 zu beschaffen, nachdem die DC-8-Familie Mitte 1955 angekündigt wurde, hatte Signalwirkung – bereits auf absehbare Zeit drängte sich der Ausbau des Pistensystems zur ICAO-Klasse A1 auf.

Die Organisation des Flughafens wurde am 1. Januar 1956 neu zusammengesetzt, die Abteilung «Luftfahrt» der kantonalen Baudirektion – die Infrastruktureigenümerin – und die Flughafenverwaltung wurden im neuen, kantonalen «Amt für Luftverkehr» (AfL) zusammengeführt. Zum neuen Flughafendirektor wurde Ernst Altorfer berufen, der William Bethge ersetzte.

Zweite Bauetappe

Bereits kurz nach der Neuorganisation des Flughafens, wurde Ende Februar 1956 das Projekt für die geplante zweite Bauetappe vorgelegt. Die Pläne sahen neben den zwingenden Pistenausbauten für das beginnende «Jet-Zeitalter» auch den Ausbau der inzwischen übernutzten Publikumsanlagen vor, die bereits von diversen Provisorien beherrscht wurden; zwei Fingerdocks sollten die Situation entschärfen. Ende Oktober 1956 bewilligte der Bundesrat das Ausbauprojekt. Den Plänen ein jähes Ende setzten am 23. Juni 1957 allerdings die kantonalen Stimmbürger, die der kantonalen Kreditvorlage über 74,3 Mio. Franken eine Abfuhr erteilten.


Unter Zeitdruck wurde ein zweites, kleineres Ausbauprojekt ausgearbeitet; der Kantonsanteil von 48 Mio. Franken für das redimensionierte Projekt wurde am 6. Juli 1958 von den Stimmbürgern bewilligt. Der Bundesanteil wurde Anfang Dezember vom Ständerat und am 18. März 1959 schliesslich vom Nationalrat bewilligt. Noch im selben Jahr nahm die BOAC regelmässige Flugverbindungen mit der überarbeiteten «Comet IV» nach Zürich auf, während der Flughafen sich als Baustelle präsentierte.

Erste Hochbauten wurden 1960 fertiggestellt, der als formschön geltende Flughof verlor dabei seine symmetrische Erscheinung. Nach Osten, in Richtung des ehemaligen Barackendorfs, schlossen sich neu der Verbindungsbau mit Bürotrakt A1, der Bürotrakt B und das Flugsicherungsgebäude an. Etwas abgesetzt kam das Frachtgebäude «Fracht West» zu liegen, das zugunsten weitere Büroräume noch während des Baus kurzfristig aufgestockt wurde. Im Werftareal im Südwesten konnte die Heizzentrale II in Betrieb genommen und die auf Strahlflugzeuge ausgelegte Werft II der Swissair übergeben werden, zeitnah mit dem Eintreffen der Sud Aviation «Caravelle III» und der Douglas DC-8-32 im Mai 1960. Schliesslich erhielt im Sommer 1961 der für das Catering zuständige Borddienst der Swissair einen neuen Bau zwischen Flughafenkopf und Werftareal.

Für den Ausbau der Tiefbauten erwarb der Kanton Zürich weitere 135 Hektaren Land, die Bauarbeiten erstreckten sich parallel zu den Hochbauten bis Anfang 1961. Die Vorfeldflächen wurden insbesondere am Flughafenkopf und im Werftareal vergrössert, der Flugsteig wurde von 16 auf 28 Flugzeug-Stellplätze erweitert, zu deren Erschliessung Vorfeldbusse beschafft wurden. Die Westpiste 10/28 wurde um 600 Meter nach Westen, in Richtung Rümlang, verlängert und am 1. Januar 1961 auf ihrer neuen Betriebslänge von 2500 Metern freigegeben. Die Verlängerung der Blindlandepiste 16/34 erfolgte um 400 Meter nach Süden, in Richtung Opfikon, und um 700 Meter nach Norden, in Richtung Oberglatt; auf ihrer neuen Betriebslänge von 3700 Metern wurde sie am 15. März 1961 freigegeben. Mit Abschluss der Arbeiten umfasste die Belagsfläche am Flughafen mittlerweile 1'013'000 m².

Erweiterung des Flughofs

Obwohl bis Ende 1961 praktisch sämtliche Bauten der zweiten Bauetappe fertiggestellt waren, fehlte paradoxerweise noch die Genehmigung des Bundesrats für die zweite Bauetappe. Auslöser war eine Meinungsverschiedenheit über die ausstehende Erweiterung des Flughofs. Nachdem das 1956 vorgeschlagene Passagierterminal mit zwei Fingerdocks von den kantonalen Stimmbürgern Mitte 1957 abgelehnt worden war, hatte die FIG bis Mitte 1958 ein neues Projekt ausgearbeitet. Dieses sah eine landseitig dem Flughof vorgelagerte zweigeschossige Querhalle vor, auf deren beiden Hauptgeschossen ankommende und abfliegende Passagiere funktional getrennt werden. Der Bund hingegen forderte den Bau einer eingeschossigen Halle neben dem Flughof, worauf nach kurzer Zeit ein offen ausgetragener Streit über die vorzuziehende Bauform entbrannte.

Die Flughafenplaner der FIG und der Kanton konnten sich schliesslich gegen den Bund durchsetzen; im Dezember 1963 genehmigte der Bundesrat das Projekt der FIG. Letztere hatte die Bauarbeiten dazumal längst wieder aufnehmen lassen, doch sollten gut sechs Jahre vergehen, ehe Ende 1969 erste Teile der Flughof-Erweiterung ihrer Nutzung zugeführt werden konnten. Die Arbeiten an der Erweiterung des Flughofs wurden mit der Eröffnung des letzten neuen Hallentrakts am 1. April 1971 abgeschlossen. Zu diesem Zeitpunkt waren rund zehn Jahre seit dem Abschluss aller anderen Projekte der zweiten Bauetappe vergangen – und die Arbeiten an der dritten Bauetappe liefen bereits seit drei Monaten.

Anschlag auf Boeing der El Al

? Hauptartikel: Attentat in Kloten

Am 18. Februar 1969 gingen vier Aktivisten der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP) mit Kalaschnikow-Sturmgewehren auf den Startplatz des Flughafens Zürich. Sie beschossen daraufhin eine Boeing 720B der El Al. Mordechai Rachamim, ein Angestellter des israelischen Geheimdienstes, feuerte mit seiner Pistole zurück und tötete den Terroristen Abdel Mohsen Hassan.[3] Die drei Attentäter wurden zu je zwölf Jahren Freiheitsstrafe verurteilt.[4]

Der unerwartete Anschlag markierte in der Schweiz den Beginn einer Diskussion über die Flughafensicherheit, wie sie bis zu diesem Zeitpunkt nie aufgekommen war. Am 21. Februar 1970 explodierte in der Convair CV-990 der Swissair auf dem Flug SR330 (Zürich – Tel Aviv) eine Paketbombe. Beim Absturz nahe Würenlingen kamen alle 47 Menschen an Bord um. Ermittlungen ergaben, dass eine PFLP-Terrorgruppe den Bombenanschlag ausgeführt hatte. Das eigentliche Ziel war allerdings ein El-Al-Flug von München nach Tel Aviv, dessen Postsendungen aufgrund starker Verspätung der Swissair via Zürich mitgegeben wurden.

Die drei in der Schweiz verurteilten Terroristen und weitere im Ausland inhaftierte Mitstreiter wurden hingegen im Herbst 1970 durch koordinierte Flugzeugentführungen der PFLP freigepresst. Am 6. September 1970 wurde Flug SR100 (Zürich – New York) kurz nach dem Start am Mittag entführt und nach Einbruch der Dunkelheit auf dem ehemaligen britischen Militärflugplatz «Dawson's Field» in der jordanischen Wüste nahe Zarqa gelandet. Ebenfalls betroffen waren Flug TW741 der TWA, Flug PA93 der Pan Am – in Kairo gelandet, evakuiert und gesprengt – und am 9. September Flug BA775 der BOAC. Die drei verbliebenen Flugzeuge, darunter die DC-8 (HB-IDD «Nidwalden») der Swissair, wurden am 12. September medienwirksam gesprengt, nachdem die Geiseln weggebracht und teilweise freigelassen wurden; im Zuge der Ereignisse des «Schwarzen Septembers» wurden die verbliebenen Geiseln durch die vorrückende jordanische Armee befreit. Da zuvor bereits die Freilassung der inhaftierten PFLP-Anhänger zugesichert worden war, wurden diese in der Nacht vom 1. Oktober 1970 von einem Flugzeug der britischen Luftwaffe nach Kairo ausgeflogen.[5][6]

Dritte Bauetappe

Am 27. September 1970 genehmigten die Zürcher Stimmbürger mit rund 103'000 Ja- gegen 65'000 Nein-Stimmen den Kredit in Höhe von 172 Millionen Franken für die dritte Bauetappe. Auf weit über 1 Milliarde Franken beliefen sich die Gesamtinvestitionskosten; pro Tag wurden bis zu 2 Millionen Franken verbaut.[7]

Da sich die beiden Hauptpisten 10/28 und 16/34 kreuzten, wurde beschlossen eine neue, freiliegenden Instrumentenlandepiste zu bauen. Die neue Piste 14/32 sollte 2300 Meter lang werden und dem landenden Verkehr dienen. Im Jahr 1972 wurde mit dem Bau begonnen, am 1. April 1976 konnte sie dem Betrieb übergeben werden.[7]

Am 1. November 1975 wurde das Terminal mit Fingerdock und das Parkhaus B nach gut fünf Jahre dauernden Bauzeit dem Betrieb übergeben. Knapp ein halbes Jahr später, am 1. April 1976, wurde das im Parkhaus B gelegene Einkaufs- und Dienstleistungszentrum Airport Plaza eröffnet.[7]

Der Flughafen Zürich wurde am 1. Juni 1980 durch den Bahnverkehr der SBB direkt an die Linie Zürich-Winterthur angeschlossen und erhielt einen viergleisigen unterirdischen Bahnhof. Die Bauarbeiten wurden im August 1971 begonnen.[7]

Vierte Bauetappe «Airport 2000»

Die Zürcher Stimmbürgerinnen und Stimmbürger bewilligten am 28. September 1980 mit 142'240 Ja- gegen 104'775 Nein-Stimmen einen Kredit von 48 Millionen Franken für Tiefbauten.[7]

Am 1. November 1985 wurde das neue Fingerdock A dem Betrieb übergeben und am 29. April 1986 arbeiten die die Flugverkehrsleiter im 41 Meter hohen, neuen Kontrollturm.[7]

Fünfte Bauetappe

Die Skymetro am Flughafen Zürich

Die bestehende Infrastruktur wurde durch die fünfte Bauetappe aufgewertet, überholte Systeme wurden erneuert und die bestehenden Anlagen wurden ergänzt. Die Bauetappe kostete rund 2,4 Milliarden Franken und wurde im Jahr 2004 abgeschlossen. Es wurden acht neue Vorhaben in dieser fünften Bauetappe realisiert.[7]

Der grösste Teil dieser Flughafen Erweiterung war der Bau eines 3. Terminals, das Satellitenterminals Dock E (Midfield), welches 488 Meter lang ist und je nach Flugzeug 19 bis 27 Standplätze bietet. Es liegt zwischen den Pisten 16/34 und 14/32 und ist durch die Luftkissenbahn Skymetro, einen Strassentunnel sowie durch unterirdische Gepäckförderbänder erschlossen.[7]

Projekt «Zürich 2010»

Mit dem Projekt Zürich 2010 wurden das Schengener Abkommen umgesetzt und die Sicherheitskontrollen zentralisiert. Wichtige Teilprojekte waren der Umbau des Docks B, der Neubau eines zentralen Sicherheitskontrollgebäudes (SKG) sowie die Erweiterung und Teilung der Skymetro.[8]

Im Juli 2009 wurde mit den Abbrucharbeiten des alten Docks B begonnen. Der Neubau begann im Oktober 2010. Am 22. November 2011 feierte der Flughafen mit 350 geladenen Gästen, Bundesrätin Doris Leuthard und Zürcher Regierungsrat Ernst Stocker die Eröffnung des SKG und des Docks B. Ihren offiziellen Betrieb nahmen das Dock B und das SKG am 1. Dezember 2011 auf.

Das moderne Dock B verfügt über neun Dockstandplätze und ermöglicht eine flexible Abfertigung von Schengen- und Nicht-Schengen-Flügen auf zwei Ebenen, die Zuschauerterrasse auf dem Dach wartet mit einem begehbaren Vorfeldturm und medialen Ferngläsern auf.

Entwicklung seit 2010

Seit dem 28. März 2010 wird Zürich von Singapore Airlines regelmässig mit dem Airbus A380 angeflogen. Nach London-Heathrow und Paris-Charles-de-Gaulle war Zürich der dritte europäische Flughafen, auf dem der A380 im Liniendienst verkehrt.

Ende Oktober 2011 reichte die Flughafen Zürich AG das Gesuch zum Bauprojekt «The Circle at Zurich Airport» bei der Stadt Kloten ein. Die Flughafen Zürich AG plant mit dem Projekt in Gehdistanz zu den Terminals ein Dienstleistungszentrum mit 210‘000 Quadratmetern Nutzfläche. «The Circle» plant mit Hotels und Restaurants über Hauptsitz oder Büroflächen bis zu Veranstaltungs- und Gesundheitsangeboten einen breiten Angebotsmix. Der Bau soll 2013 beginnen, in Etappen erfolgen und zirka 2017 abgeschlossen sein. Mit «The Circle» werden rund 5‘000 neue Arbeitsplätze geschaffen

(wikipedia)


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